Mit unserem BARF-Rechner kannst du die ungefähre tägliche Rohfuttermenge für deinen Hund oder deine Katze berechnen. Die Berechnung basiert auf dem Körpergewicht und einem frei wählbaren Prozentsatz der Tagesration.
Der Rechner eignet sich als praktische Orientierung, wenn du die Futtermenge für eine Rohfütterung planen möchtest. Er zeigt dir, wie viele Gramm Futter dein Tier pro Tag ungefähr erhalten könnte und wie sich die Menge auf verschiedene Bestandteile verteilen lässt.
BARF ist jedoch mehr als nur rohes Fleisch. Damit dein Tier langfristig ausgewogen versorgt wird, müssen auch Innereien, Fett, Mineralstoffe, Vitamine und weitere Nährstoffe berücksichtigt werden.
Was bedeutet BARF?
BARF wird häufig als „Biologisch Artgerechtes Rohes Futter“ bezeichnet. Dabei werden je nach Fütterungskonzept verschiedene rohe Zutaten miteinander kombiniert.
Typische Bestandteile einer BARF-Ration sind:
- Muskelfleisch
- Innereien
- rohe fleischige Knochen
- Fett
- bei Hunden Gemüse und teilweise Obst
- geeignete Ergänzungen
Bei Katzen muss besonders auf ihre speziellen Bedürfnisse als Fleischfresser geachtet werden. Katzen benötigen unter anderem ausreichend tierisches Eiweiss und bestimmte Nährstoffe, die in einer selbst zusammengestellten Ration gezielt berücksichtigt werden müssen.
Wie funktioniert der BARF-Rechner?
Die tägliche Futtermenge wird als Prozentsatz des Körpergewichts berechnet.
Ein Hund mit einem Körpergewicht von 20 Kilogramm und einer gewählten Tagesmenge von 2,5 Prozent erhält rechnerisch:
20 kg × 1.000 × 2,5 ÷ 100 = 500 g Futter pro Tag
Der Rechner übernimmt diese Berechnung automatisch. Je nach Einstellung kann die Gesamtmenge zusätzlich auf tierische und pflanzliche Bestandteile oder weitere Komponenten aufgeteilt werden.
Welcher Prozentwert ist richtig?
Es gibt keinen festen Prozentwert, der für jedes Tier passt. Der tatsächliche Bedarf hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Dazu gehören:
- Alter
- Aktivitätsniveau
- Kastration
- Stoffwechsel
- Körperbau
- Gesundheitszustand
- Wachstum
- Trächtigkeit oder Säugezeit
- Energiegehalt der verwendeten Zutaten
Ein sehr aktiver Hund benötigt unter Umständen deutlich mehr Futter als ein ruhiger Hund mit demselben Körpergewicht. Auch junge Tiere im Wachstum haben einen anderen Bedarf als erwachsene oder ältere Tiere.
Der gewählte Prozentwert sollte deshalb immer als Ausgangspunkt verstanden werden.
Wie erkenne ich, ob die BARF-Menge passt?
Beobachte das Gewicht, die Muskulatur, die Körperform, das Fell, die Aktivität und die Verdauung deines Tieres.
Nimmt dein Tier über mehrere Wochen zu, kann die Gesamtmenge oder der Fettanteil zu hoch sein. Bei Gewichtsverlust, starkem Hunger oder abnehmender Muskulatur sollte die Ration überprüft werden.
Anpassungen sollten schrittweise erfolgen. Grössere oder unerwartete Veränderungen sollten tierärztlich abgeklärt werden.
Warum reicht die berechnete Gesamtmenge nicht aus?
Eine BARF-Ration muss nicht nur mengenmässig, sondern auch inhaltlich ausgewogen sein.
Eine passende Grammzahl allein stellt nicht sicher, dass dein Tier ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt wird. Entscheidend ist auch das Verhältnis der einzelnen Bestandteile.
Besonders wichtig sind unter anderem:
- Eiweiss
- Fett
- Calcium
- Phosphor
- Spurenelemente
- Vitamine
- essenzielle Fettsäuren
Eine dauerhaft unausgewogene Fütterung kann zu Über- oder Unterversorgungen führen.
Tierische und pflanzliche Bestandteile
Bei Hunden wird die BARF-Ration häufig in einen tierischen und einen pflanzlichen Anteil aufgeteilt. Der tierische Anteil kann Muskelfleisch, Innereien, Pansen, Blättermagen und rohe fleischige Knochen enthalten.
Der pflanzliche Anteil besteht je nach Konzept aus Gemüse, Salat, Kräutern oder kleinen Mengen Obst.
Katzen werden anders zusammengesetzt als Hunde. Für sie eignet sich keine einfache Übertragung eines Hunde-BARF-Plans.
Knochen richtig einordnen
Rohe fleischige Knochen werden häufig zur Versorgung mit Mineralstoffen verwendet. Die Menge muss jedoch zum gesamten Plan passen.
Zu viele Knochen können zu hartem Kot oder Verstopfung führen. Zu wenig Calcium kann langfristig ebenfalls problematisch sein.
Gekochte Knochen dürfen nicht verfüttert werden, da sie splittern können.
Wenn dein Tier keine Knochen verträgt oder erhalten soll, muss eine geeignete Alternative für die Mineralstoffversorgung eingeplant werden.
Innereien nicht vergessen
Innereien liefern wichtige Vitamine und Spurenelemente. Dazu gehören je nach Plan beispielsweise Leber, Niere, Milz, Herz oder Lunge.
Leber ist besonders nährstoffreich und sollte deshalb nicht unbegrenzt gefüttert werden. Auch hier kommt es auf die richtige Menge und Verteilung an.
Fett als Energiequelle
Fett ist ein wichtiger Energieträger. Sehr mageres Fleisch kann trotz ausreichender Gesamtmenge zu wenig Energie liefern.
Der Fettanteil sollte deshalb zur Aktivität und zum Körperzustand des Tieres passen. Ein sehr aktiver Hund benötigt häufig mehr Energie als ein ruhiger oder übergewichtiger Hund.
Ist BARF für Welpen und Kitten geeignet?
Eine Rohfütterung ist grundsätzlich auch bei jungen Tieren möglich, aber deutlich anspruchsvoller.
Welpen und Kitten befinden sich im Wachstum und benötigen ein sehr genau abgestimmtes Verhältnis von Energie, Eiweiss, Calcium, Phosphor und weiteren Nährstoffen.
Fehler in dieser Lebensphase können die Entwicklung beeinträchtigen. Deshalb sollte bei wachsenden Tieren ein individuell berechneter Fütterungsplan verwendet werden.
Kann BARF bei Krankheiten gefüttert werden?
Bei Erkrankungen sollte die Ration immer individuell angepasst werden.
Besonders bei Problemen mit Nieren, Leber, Bauchspeicheldrüse, Verdauung, Allergien oder Harnwegen kann eine ungeeignete Zusammensetzung Beschwerden verschlechtern.
In solchen Fällen sollte die Fütterung mit einer Tierarztpraxis oder einer qualifizierten Ernährungsberatung abgestimmt werden.
Ist rohe Fütterung hygienisch?
Rohes Fleisch kann Keime enthalten. Deshalb sind eine saubere Lagerung und Verarbeitung besonders wichtig.
Achte auf:
- eine durchgängige Kühlkette
- saubere Hände und Arbeitsflächen
- getrennte Küchenutensilien
- schnelles Kühlen oder Einfrieren
- gründliches Reinigen der Futternäpfe
- hygienisches Auftauen
Besondere Vorsicht ist in Haushalten mit kleinen Kindern, älteren Menschen, Schwangeren oder immungeschwächten Personen sinnvoll.
Der BARF-Rechner ist eine Orientierung
Der Rechner hilft dir bei der Berechnung der ungefähren Tagesmenge. Er ersetzt jedoch keinen vollständigen Fütterungsplan.
Für eine langfristige Rohfütterung sollte die gesamte Zusammensetzung geprüft werden. Das gilt besonders für junge, alte, trächtige oder kranke Tiere.
Häufig gestellte Fragen zum BARF-Rechner
Wie viel BARF braucht mein Hund pro Tag?
Die benötigte Menge hängt vom Körpergewicht, Alter, Aktivitätsniveau, Körperzustand und Energiegehalt der Ration ab. Der BARF-Rechner liefert einen ungefähren Richtwert auf Basis eines gewählten Prozentsatzes des Körpergewichts.
Welcher Prozentwert ist für meinen Hund richtig?
Es gibt keinen Prozentwert, der für alle Hunde passt. Der passende Wert hängt unter anderem von Aktivität, Alter, Kastration, Stoffwechsel und Körperzustand ab. Die berechnete Menge sollte deshalb regelmässig anhand der Gewichtsentwicklung überprüft werden.
Kann ich den BARF-Rechner auch für Katzen verwenden?
Ja, als grobe Mengenhilfe. Die Zusammensetzung einer Katzenration unterscheidet sich jedoch deutlich von einer Hunderation und muss an die besonderen Nährstoffbedürfnisse von Katzen angepasst werden.
Reicht die berechnete Futtermenge für eine ausgewogene BARF-Ration aus?
Nein. Die Grammzahl allein sagt nichts darüber aus, ob alle wichtigen Nährstoffe enthalten sind. Auch das Verhältnis von Muskelfleisch, Innereien, Fett, Mineralstoffen und weiteren Bestandteilen muss stimmen.
Wie oft sollte ich die BARF-Menge anpassen?
Eine Anpassung ist sinnvoll, wenn sich Gewicht, Aktivität, Alter, Gesundheitszustand oder Körperform deines Tieres verändern. Auch bei einer veränderten Zusammensetzung der Ration kann eine neue Berechnung notwendig sein.
Ist BARF für Welpen und Kitten geeignet?
Eine Rohfütterung ist möglich, bei Tieren im Wachstum aber besonders anspruchsvoll. Energie-, Calcium- und Phosphorversorgung müssen sehr genau abgestimmt sein. Ein individuell berechneter Fütterungsplan ist deshalb empfehlenswert.
Müssen bei BARF Knochen gefüttert werden?
Die Mineralstoffversorgung muss sichergestellt werden. Ob rohe fleischige Knochen oder eine geeignete Alternative verwendet werden, hängt vom Fütterungsplan und vom Tier ab. Gekochte Knochen dürfen nicht verfüttert werden.
Warum sind Innereien bei BARF wichtig?
Innereien liefern wichtige Vitamine und Spurenelemente. Sie sollten in einer passenden Menge und Zusammensetzung gefüttert werden, da sowohl eine Unterversorgung als auch eine zu hohe Menge problematisch sein kann.
Braucht mein Tier Ergänzungsmittel beim BARfen?
Das hängt von Tierart, Zutaten und Zusammensetzung der Ration ab. Nicht jede selbst zusammengestellte Fütterung deckt alle benötigten Nährstoffe allein über Fleisch, Innereien und pflanzliche Bestandteile ab.
Was mache ich, wenn mein Tier mit BARF zunimmt?
Prüfe die Gesamtmenge, den Fettanteil, zusätzliche Snacks und die tatsächliche Aktivität. Die Ration kann danach schrittweise angepasst werden. Bei deutlicher oder anhaltender Gewichtszunahme ist eine fachliche Beratung sinnvoll.
Kann ich BARF und Fertigfutter kombinieren?
Grundsätzlich ist eine Kombination möglich. Wichtig ist, dass die gesamte Tagesration ausgewogen bleibt und die Energiezufuhr nicht unbeabsichtigt zu hoch wird. Empfindliche Tiere können ausserdem auf häufige Futterwechsel reagieren.
Kann der BARF-Rechner einen Ernährungsplan ersetzen?
Nein. Der Rechner berechnet lediglich eine ungefähre Futtermenge. Für eine langfristig ausgewogene Rohfütterung sollte die vollständige Zusammensetzung individuell geprüft werden.